Mitte Oktober 2013 war ich mit Manuela Meyer, Geschäftsführerin der Poly-M Spielwaren GmbH, zu einem Arbeitsessen verabredet. Während des Essens plauderte sie mit mir über Ihre aktuelle Situation: „Wir sind in der Vorbereitung unserer Zertifizierung durch die Chinesen, die prüfen uns auf ihre Spielzeugnorm. Für die Vorbereitung bleibt nur noch wenig Zeit.“

Ich musste sofort an den INQA-Unternehmenscheck „Guter Mittelstand“ denken und erzählte ihr davon. Ich konnte Manuela´s Neugier wecken und schlug Ihr vor, diesen Unternehmenscheck doch für sich zu nutzen und durchzuführen. Da wir beide uns für unseren Termin sowieso den Nachmittag freigehalten hatten, klappten wir gleich nach dem Essen ihr Laptop auf, um den Check mit meiner begleitenden Unterstützung durchzugehen. „Sonst wird doch wieder nix draus!“, erklärte Manuela entschlossen.

So gingen wir also gut gestärkt daran, alle 11 Themenbereiche des Unternehmenschecks der Reihenfolge nach online abzuarbeiten. Beim Thema Strategie/Absatz berichtete mir Manuela Meyer vom Bayerischen Exportpreis, der dem Unternehmen im Jahr zuvor verliehen wurde. „Aber ein strategisches Vertriebskonzept gibt es bis heute nicht wirklich, zumindest kein schriftlich niedergelegtes. Das ist auch zurzeit nicht unbedingt erforderlich“, meinte sie, „es läuft ja, aber wir sollten das trotzdem machen“.

Der Liquiditätscheck zeigte keine Probleme, bei der Risikobewertung stellte Manuela Meyer jedoch fest: „Wir haben Defizite im Kundenkontakt. Wir treffen die meisten unserer Kunden 1x im Jahr auf der Spielwarenmesse. Dort findet überwiegend die persönliche Kundenpflege statt. Wir sammeln dort auch Daten von Neuanfragen und arbeiten sie ab, aber wenn sich dann nichts rührt, verstauben die Daten in einem Ordner. Da verschenken wir unser Potenzial.“ Beim Thema  „Kundenbedarfe erkennen“ betrachteten wir dasselbe Problem nochmals aus einem anderen Blickwinkel.

Die Checkpoints zum „Arbeitsmitteleinsatz“ und zur „Corporate Identity“ kommentierte Manuela Mayer ganz zielorientiert: „Im Rahmen der Zertifizierungsvorbereitungen ist es unumgänglich, dass wir unsere Prozesse beschreiben und Prüfintervalle für die Maschinen und Apparaturen festlegen, damit können wir Ausfällen besser vorbeugen. Außerdem möchte ich Poly-M in der Öffentlichkeit bekannter machen. Dazu gehört ein unverwechselbares CI.“

Nachdem klar war, wo Handlungsbedarf bestand, diskutierten wir mögliche Maßnahmen und deren Dringlichkeit. Meine Beratungsleistung bestand in dieser Phase darin, ihr aufzuzeigen, wie sie mit ihrem Team die Handlungsbedarfe bearbeiten könnte. Einige Maßnahmen lagen klar auf der Hand oder waren so überzeugend, dass sie gleich in den online angebotenen Maßnahmenkatalog eingetragen wurden. Die noch fehlenden ergänzte Manuela in den folgenden Tagen, nach nochmaliger intensiver Auseinandersetzung mit den Defiziten. Dabei legte sie auch fest, wer für welche Maßnahme verantwortlich ist und setzte Kontrolltermine.

Hier ein Auszug aus dem Maßnahmenkatalog

Wie ernst es ihr mit der Umsetzung war, unterstrich Manuela Meyer mit Ihrer Selbsterklärung.

Einige Zeit später, im Dezember, erhielt ich von Manuela Meyer die folgende E-Mail:

„…danke für Deine Hilfe. Ich bin so froh, dass wir den Unternehmenscheck gemacht haben, so hatte ich schon Einblick in das Qualitätsmanagement. Die letzte Zeit habe ich mich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt, denn wir durften uns für den Bayerischen Qualitätspreis bewerben. Sehr komplexe Sache das Ganze. Somit wurden viele Punkte vom INQA Unternehmensqueck schon umgesetzt. – Danke für alles.“

Weitere Informationen zur Poly-M Spielwaren GmbH:
Poly-M Spielwaren GmbH ist ein familiengeführtes mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt (Bayern). Das Unternehmen produziert ein kreatives Steckbau-Spielzeug aus umweltfreundlichem Polyethylen. In mehr als 40 Ländern spielen Kinder in Krippen, Horten, Schulen mit den Figuren und Bausteinen. Frau Meyer und Ihr Team zeigen immer wieder sehr erfolgreich, wie auch kleine Unternehmen im globalen Markt bestehen können.
http://www.pmtoy.com/