Kein Stress: KUS-Vorstand Johannes Hofner (von links) mit den Referentinnen Gabriele Fleck-Gottschlich und Angelika Patzelt. – Foto: Vogl

Langenbruck (DK) Gut besucht mit 70 Teilnehmern war das Unternehmerfrühstück des Kommunalunternehmens Strukturentwicklung Kreis Pfaffenhofen (KUS) in Langenbruck. „Kein Stress mit dem Stress – Wie steht es um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit Ihrer Beschäftigten“ lautete das Thema.


Diplom-Pädagogin Gabriele Fleck-Gottschlich und Wirtschaftspsychologin Angelika Patzelt zeigten den Führungskräften jede Menge Tipps zum richtigen Umgang mit Stress. Die sogenannten Stresskosten, verursacht durch Fehlzeiten, arbeitsbedingte Erkrankungen und Produktionsausfälle, summierten sich in Deutschland auf rund 296 Milliarden Euro pro Jahr, sagte Fleck-Gottschlich. Somit sei die Mitarbeitergesundheit auch ein wichtiger Pfeiler des Unternehmenserfolges, fügte sie hinzu. Deswegen sollten die Unternehmen gezielt Stressfaktoren abbauen. Die Referentinnen zeigten ein Drei-Säulen-Diagramm, das zum Abbau der Stressoren, dem Anzapfen mentaler Ressourcen und der nötigen Regeneration und Entspannung riet. Stressfaktoren sollten ermittelt und gezielte Gegenstrategien entwickelt werden, hieß es im Vortrag.

Für die Gäste lagen ergänzend zum Vortrag Materialien der Offensive Mittelstand und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) aus. Mit diesen Hilfsmitteln können Unternehmen ihr „Verbesserungspotenzial“ analysieren und erhalten Anleitung, wie sie ihren Handlungsbedarf umsetzen können. „Wir hoffen, dass nach der heutigen Veranstaltung immer mehr Unternehmer bei uns im Landkreis die Initiative ergreifen und diese Materialien zur Gesundheitsförderung ihrer Belegschaft nutzen“, sagte KUS-Vorsitzender Johannes Hofner.

In einer Fragerunde sahen Gäste auch mangelnde Kompetenz als Stressfaktor sowie fehlende Grundwerte wie Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit bei den Auszubildenden. Ein anderer Gast sprach den privaten Stress beispielsweise durch ständige Erreichbarkeit per Handy an. Auf eine andere Nachfrage hin bestätigten die beiden Referentinnen, dass es Länder mit einem deutlich geringeren Stressfaktor als in Deutschland gebe.

Abschließend stellten sich Bildungsmanagerin Jessica Biedron und Gerhard Wenzl vom Bildungsmonitoring aus dem neuen Bildungsbüro im Landkreis Pfaffenhofen kurz vor. Sie wollen vorhandene Angebote sammeln, Akteure vernetzen und darüber hinaus auch Beratungen anbieten.

Donaukurier Langenbruck: KUS-Unternehmerfrühstück stand im Zeichen der Mitarbeitergesundheit – Von Verena Vogl